Kurzportrait

Der Visino-Chor wurde 1847 als „Liedertafel Gern“ unter dem wesentlichen Einfluss Carl Freiherr von Closens gegründet. Zu seinem ersten Vorsitzenden wurde Johann Visino, Pfarrer von Gern, gewählt, dessen Namen der Chor seit 1965 trägt. 1981 übernahm Karl Weindler die musikalische Leitung, Gerhard Steinrücke die Vereinsführung.

Obwohl der gemischte Chor die A-cappella-Tradition pflegt, sind auch große oratorische Werke wie Mozarts „Requiem“, Händels „Messias“ oder Mendelssohn Bartholdys „Elias“ sowie Orffs „Carmina Burana“ Bestandteil seines Programms. Daneben gehören eine Reihe von Gospels zu seinem Repertoire. Der Chor wurde mehrfach ausgezeichnet, so 1957 mit der Zelterplakette, 1995 mit dem „1. Kulturpreis der Stadt Eggenfelden“ und 1997 anlässlich seines 150-jährigen Bestehens mit der „Orlando-di-Lasso-Medaille“. Reisen führten ihn auch ins italienische Udine, wo er 1998 bei einem internationalen Chorfestival teilnahm. Der Chor brachte auch mehrere CDs heraus, wie 1994 „Die schönsten Weihnachtslieder“ oder 1997 den Live-Mitschnitt des Gospelkonzertes „Work, Fight and Pray“.

Von Herbst 2000 bis Juni 2002 war Christian Preißler der musikalische Leiter des Visino-Chores. Die Vereinsführung ging im März 2001 an Richard Eder über. Im Juli 2001 wurde Gerhard Steinrücke im Rahmen des Konzertes „Leben, Liebe, Lieder“ im Weinhof Forster & Miller zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Im November 2001 gewann der Chor in seiner Kategorie den 1. Preis beim Bayerischen Chorwettbewerb in Regensburg und qualifizierte sich damit für den Deutschen Chorwettbewerb in Osnabrück, wo der Visino-Chor im Mai 2002 mit dem Prädikat „mit gutem Erfolg teilgenommen“ ausgezeichnet wurde und den sechsten Platz unter 12 teilnehmenden Chören in seiner Kategorie erzielte. Am 21. September 2002 führte der Visino-Chor mit vier weiteren Chören, namhaften Solisten und einem großen Orchester die Carmina Burana anlässlich des Stadtjubiläums von Eggenfelden in der Rottgauhalle auf.

Von Oktober 2002 bis Dezember 2011 oblag die musikalische Leitung des Visino-Chores Thomas Scherbel aus Germering.

In diesen Jahren gab der Chor mehrere vielbeachtete geistliche sowie weltliche a-cappella Konzerte. 2004 wurde das Magnificat von Bach und 2005 mit großem Erfolg das Mozart-Requiem aufgeführt sowie mit der Jazz-Dance-Company Gabi Büttner die Schlagerrevue „Das Wirtschaftswunder“ auf die Bühne gebracht. Zum 160-jährigen Bestehen beeindruckte der Visino-Chor 2007 die musikalische Fachwelt mit einer beispielhaften Aufführung der „Missa solemnis“ von Ludwig van Beethoven. Mit der Revue „Benjamin, ich hab nichts anzuzieh’n“ mit Schlagern der 20er Jahre erzielte der Chor Anfang 2009 einen großartigen Publikumserfolg und stellte mit dieser Produktion seine musikalische Vielseitigkeit unter Beweis. Im November 2009 gelang eine beeindruckende Aufführung des Oratoriums „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn. Ein außergewöhnliches Konzert konnte der Chor im Januar 2010 mit der Aufführung der „Symphonie Nr. 9 in d-moll“ von Ludwig von Beethoven zusammen mit der Bad Reichenhaller Philharmonie zu Gehör bringen. Dieses Konzert zählt unumstritten zu einem der Höhepunkte im Schaffen des Chores.

Von Januar 2012 bis August 2014 wurde der Visino-Chor von Stefan Metz geführt. Höhepunkt seines Wirkens war die Aufführung des Brahms-Requiems im April 2014.

Von September 2014 bis Juni 2017 stand der Visino-Chor unter der musikalischen Leitung von Nektaria Paletsou. In dieser Periode kam das Weihnachtsoratorium von Bach zur Aufführung und der Chor wirkte bei einem Opernprojekt des Theaters an der Rott mit. Weitere Stationen waren eine Kooperation mit der Chorgemeinschaft Vilsbiburg für Vivaldis Magnificat und Dixit Dominus sowie ein Sommerkonzert im Weinhof Forster-Miller.

Seit Januar 2018 leitet Michael Bachmann die Geschicke des Chores.